Willkommen

willkommen im reich der toten, willkommen in meinem paradies. Willkommen in meiner ewigkeit. Ihr habt es euch anders vorgestellt nicht wahr, das leben nach dem tod, habt etwas anderes von mir erwartet nicht wahr, dachtet ihr würdet ewig tod sein ewig, aber nein, ich muss euch enttäuschen, denn es geht hier genau so weiter wie bisher bloss dass es euch nicht mehr gibt.

Nicht mehr gibt, nicht mehr gibt.

Denn es hat euch noch nie gegeben, ihr habt noch nie existiert.

Ihr seid in diese welt gekommen, aus dem nichts, aus nirgendwann, niemand hat euch hierher eingeladen, niemand hat euch gerufen, niemand.

Und jetzt seid ihr hier, ihr denkt mit eurem verstand, und glaubt an euch, an euer eigenes mich, denn ihr kennt nichts anderes, doch wartet, ihr seid die toten aus nirgendwann, und ihr werdet nicht bloss dieses eine leben leben, um danach zurückzukehren ins nichts, ins nirgendwann, nein ihr werdet alle leben leben, alles leben. Denn ihr seid die toten aus nirgendwann, das nichts, das ende.

Ja ihr werdet sogar euer eigenes leben leben.

Posted at 15:09 on 8. November 2009 | leave a comment | Filed Under: Das Nichts, Die Spiegel der Spiegel, Die Träume der Toten, Spiegel, Spiegelschriften | Tagged: , , | read on

Mein traum

Einst sah ich mich in meinem spiegel, wie du dich jetzt in mir, meinem spiegel der mich genau so sieht wie ich dich. jetzt sehe ich dich, in mir, sehe ich mich in dir, ich habe mich verwandelt in dich, schaue aus meinen neuen augen, und erinnere mich, erinnere mich nicht mehr an dich. An die zeit, in der du mich warst. Ich erinnere mich nicht, an deine erscheinung, an deine gestalt, erinnere mich nicht an das gesicht in meinem spiegel, an deine gedanken, an dein leben, mein traum.